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Pogatetz nach Leverkusen

   

Der erste prominente Abgang: Pogatetz sagte Tschüss

LH Haider verabschiedete Jungstar nach Deutschland – Kontakt zu FC Kärnten wird gehalten - Schiene zwischen SSL und Leverkusen soll gelegt werden
Klagenfurt (LPD). Er sagte heute schon „Tschüss“, denn für Emanuel Pogatetz ist es sein letzter Tag in Kärnten – zumindest vorerst: „Mit einem lachenden und weinenden Auge“ verabschiedete Jörg Haider als Landeshauptmann und FC Kärnten Präsident den aufstrebenden Jungstar, der u. a. zuletzt im Cupfinale gegen Tirol so stark aufgespielt hatte. Und auch das Schulsportleistungsmodell (SSL) Kärnten „verliert“ eines seiner Aushängeschilder. Der Benjamin der 1. Division (18), Aufsteiger und Cupsieger mit dem FC Kärnten, verlässt sein „Ausbildungsnest.“

Aufgrund der hervorragenden Kooperation zwischen dem FC Kärnten und dem SSL Kärnten konnte sich der Jungstar nicht nur im fußballerischen, sondern auch im sportmotorischen und persönlichkeitsbildenden Bereich zum Topathleten entwickeln, so Haider. Diese Ausbildung wird ihm wohl auch beim Deutschen Topclub Bayer Leverkusen zugute kommen. Schon kommenden Montag wird er seine Wohnung beziehen und bereits nächste Woche ist Trainingsbeginn. Pogatetz: „Je näher der Tag rückt, desto aufgeregter werde ich. Aber ich freue mich schon auf die Herausforderung!“ Mit Kärnten, seinen Kumpels beim FCK und vor allem seiner Schule will er auf jeden Fall in Kontakt bleiben, allein schon um seine Ausbildung abzuschließen - er besuchte die 8. Klasse und will über „Fernstudium“ sozusagen die Matura absolvieren. „Vielleicht gibt’s irgendwann einmal eine Rückkehr zum Kärntner Fußball“, erklärte der gebürtige Grazer, der Zidane als sein sportliches Vorbild nennt. Und auch dem FC Kärnten bleibt er treu. Er hat bereits die Mitgliedschaft für’s nächste Jahr eingezahlt.

Im Landhaushof fanden sich denn auch neben Haider der Direktor des BORG Hubertusstrasse, Walter Ebner( am Foto links), die sportlichen Leiter Franz Wilfan (2.v.rechts) und Klaus Sadovnik (3.v. rechts) sowie die Sportwissenschafter vom SSL Kärnten Zsolt Zakarias (2.v.links) und Bettina Malinka (am Foto rechts) ein, um den jungen Profifußballer (neben LH) mit den besten Wünschen zu verabschieden. Auch von Kärntner Seite soll der Transfer zu dem deutschen Spitzenverein genützt und eine Kooperation mit Bayer Leverkusen aufgebaut werden, hieß es seitens des SSL-Teams.

Rückfragehinweis: Schulleistungsmodell Kärnten
Redaktion: Günther M. Trauhsnig
Sonntag, 24. Juni 2001