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Manuel Weber - Shootingstar

 

"Hast du das gesehen? Der hat überhaupt keinen Fehler gemacht!"
So sprach mich Fußball-Fachmann Zeljko Vukovic in der Pause des Spieles FC Kärnten gegen Bregenz an. Die Rede war von dem jungen SSLK-Athleten Manuel Weber. Der Villacher ließ die Probleme der letzten Jahre auf der rechten Außenbahn vergessen, spielte cool und trocken. Ganz im Stile eines ausgekochten Schlitzohres, wie sein Vorbild Francesco Totti eines ist.

Manuel Weber (18) ist der Shootingstar des FC Kärnten. Standing Ovations beim Austausch in der Minute 59, Unverständnis für Trainer Peter Pacult, der es wagte, den 18-jährigen vorzeitig vom Feld zu nehmen. Der Einstand des jungen Villachers Manuel Weber in Diensten des FC Kärnten war grandios.
"Ich spürte das Ziehen im hinteren Oberschenkelmuskel. Es war mit dem Trainer ausgemacht, dass ich das melden sollte und dann ausgetauscht werde", beugt Weber Gerüchten vor.

Das intensive Training und vor allem die Einheiten am Kunstrasenplatz hatten die Muskulatur des Sport-Borg-Schülers in Mitleidenschaft gezogen. "Es ist nichts Gravierendes. Ich bin schon wieder fit", sagt Weber vor den Wochen der Wahrheit. Rapid, Mattersburg und Sturm warten. "Wenn wir so kämpfen wie gegen Bregenz, mit so viel Herz bei der Sache sind, ist alles drinnen", glaubt Weber. Der Villacher ließ beim 3:2 über Bregenz mit punktgenauen Flanken, rotzfrechen Dribblings und sicheren Passes die Herzen der selbsternannten Fußballexperten höher schlagen.


Gibt es ein Vorbild? "Roma-Kapitän Francesco Totti", kommt es wie aus der Pistole geschossen. Webers Schwachstelle? "Das Kopfballspiel. Ich trainiere das jetzt täglich. Von Spielern wie Sasa Papac kann ich da sehr viel lernen". Furcht kennt "Mani" , wie ihn seine Kollegen rufen, im Spiel keine. Das würde auch ganz und gar nicht zum Lebensmotto des Hobbytennisspielers passen. Das da lautet: "Wer Angst hat, verliert".

(Florian Zuschlag, Kärntner Woche).