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Tomaz Druml sprintet mitten in die Weltelite

Was für ein grosser Erfolg für den erst 18-jährigen Tomaz Druml aus Feistritz/Gail beim Weltcup der Kombinierer in Seefeld. Tomaz landete bei seinem erst zweiten WC-Einsatz auf dem sensationellen zwölften Platz. Gratulation!



Tomaz sprintete beim Weltcup in Seefeld vielen Weltklasseathelten auf und davon.
Foto: HeSo Archiv



Tomaz landete beim Springen auf dem 11. Platz.
Foto: HeSo



Tomaz Druml ist mit erst 18 Jahren ein Ausnahmetalent in der Nordischen Kombination.
Foto: Archiv


Damit ließ Tomaz unter schwierigsten Schneeverhältnissen Weltklasseathleten wie einen Nicolas Bal, Jörn Kircheisen oder Ronny Herr hinter sich. Es hätte sogar ein elfter Platz sein können, doch der deutsche Ronny Ackermann hat mit "unfairen" Mitteln diese Platzierung verhindert.

Nun wird der Hobbykletterer wohl die nordische "Chefetage" auch überzeugt haben, dass es auch in Kärnten ein Talent für die nordische Kombination gibt. Es ist sonst nur schwer, als Kärntner in den ÖSV-Kader zu kommen. Die Trainer kommen alle aus anderen Bundesländern. Vor allem zu Beginn seiner Karriere fehlte für Tomaz jemand, der seine Leistungen honorierte.

Den Grundstein legte der Gailtaler mit dem elften Platz beim Springen, wo diesmal ein perfekter Flug auf 82 Metern gelang. Auch da ließ er einen Hannu Manninen, Ronny Ackermann oder Magnus Moan hinter sich. Speziell beim Springen hat Tomaz viel gearbeitet und getüftelt. Die Laufleistung war bei Tomaz schon immer auf einem hohen Level.

Am 21. Jänner steigt in Seefeld der zweite Weltcup-Bewerb.

Bei seinem Weltcup-Debüt (4. März 2006) landete Tomaz im Endklassement noch auf den 39. Platz und hat sich für dieses Rennen nur Weltcuppunkte gewünscht, also einen Platz unter den Top 30.

Grosse Freude natürlich bei Vater Ludwig, der das Rennen nicht verfolgte, sondern in seiner Rechtsanwaltskanzlei arbeitete und sofort nach dem Bewerb von seiner Gattin informiert wurde. "Phantastisch diese Superleistung, ja für mich fast eine kleine Sensation unter solch schwierigen Bedingungen diese Platzierung zu erreichen. Normal ist man in dieser Sportart erst ab 25 Jahre reif für Spitzenleistungen. Siehe am Beispiel von Felix Gottwald, der ist schon 31 und gewinnt die Rennen. Mein Sohn ist einfach ein zäher Bursche und hat stets sehr brav trainiert. Vor allem der ostdeutsche Trainer hat ihm viel beigebracht, leider ist er nicht mehr im ÖSV", so ein strahlender Vater.

Trainer Alexander Diess war mit den Leistungen vor allem seiner jungen Leute mehr als zufrieden, vor allem Tomaz Druml legte seine Talentprobe ab. In seinem Jahrgang (1988) war nur noch der Finne Anosi Koivusanta mit dem neunten Platz besser.

Gewonnen hat dieses Rennen vor tausenden Fans, weicher Piste sowie frühlingshaften Temperaturen Felix Gottwald. Es war der erste ÖSV-Sieg in Seefeld.

Ergebnisse:

1. Felix Gottwald (AUT) 21,03,2
2. Lamy Chappuis Jason (FRA) 21,25,8
3. Magnus Moan (NOR) 21,37,4
4. Hanu Manninen (FIN) 21,44,2
5. Mario Stecher (AUT) 21,52,3
7. David Krainer (AUT) 22,09,8
8. Christoph Bieler (AUT) 22,09,8
12. Tomaz Druml (SV Achomitz) 22,14,

Junioren WM nächste Herausforderung

Ende Jänner findet, wenn es das Wetter zulässt, in Tarvis die Junioren-WM statt und zählt der Gailtaler nun zu den Favoriten. Im Vorjahr belegte Tomaz in Kranj den undankbaren vierten Platz.

Mit einer guten Platzierung bei dieser Junioren WM hätte der Gailtaler einen Quotenplatz im A-Weltcup für ein Jahr.

Tomaz führt im B-Weltcup

Wie berichtet feierte Tomaz beim B-Weltcup seinen ersten Sieg in Lake Placid und belegte in Klingenthal den zweiten Platz. Er führt auch in der Zwischenwertung vor dem deutschen Erik Frenzel und dem ÖSV-Athlet Alfred Rainer.

Erfolge:

B-Weltcup: 1. Platz in Lake Placid, 2. Platz in Klingenthal, 10. und 11. Platz in den USA, 4. Platz in Park-City, 19. Chaux Neuve in Sprint, 19. Lake Placid Gundersend und 30. Sprint, 26. Park City in Sprint, 23. USA in Gundersen und 31. in Sprint, 20. Vuokatt in Sprint, 16. Karpacz in Gundersen und 21. in Sprint, 24. Klingenthal in Sprint und 29. in Gundersen.

FIS-Ergebnisse: 7. Oberstdorf in Gundersen und 10. in Sprint, 6. Schmiedefeld in Sprint und 20. in Gundersen, 4. Planica in Sprint und 17. Gundersen, 10. Seefeld in Sprint.

Achomitz und die Wiegeles

An diesen Erfolgen von Tomaz Druml & Co ist der Name Wiegele untrennbar. Vor allem Franz sen. machte Achomitz zur Springerhochburg. Unvergessen sind die Erfolge des einstigen Olmpiasiegers Karl Schnabl, Hans Wallner, Hans Millonig, Sepp Gratzer oder des heutigen Chefcoaches Franz jun.

Diesen Idolen wird stets nachgeeifert, aber nicht nur von den Herren wie Stefan Kaiser oder Daniele Quaglia. Der SV-Achomitz mit den heutigen Trainerstab Franz Wiegele sen. und jun. sowie Martin hat auch ein starkes und erfolgreiches Damenteam. Tanja Drage ist bereits im ÖSV Kader und Verena Pock ist auf dem Sprung in diese Liga. Mit Allroundsportlerin Sonja Schoitsch steht ein weiteres Talent der nächsten Generation am Ablauf.

Nun schaffte mit Tomaz Druml erstmals auch ein Kombinierer den Durchbruch zur Weltspitze. Mit Siegfried Mörtl hat man ein weiteres Talent, der es schon im ÖSV-C-Kader geschafft hat.

Sparen und ein frommer Wunsch

Die Erfolge profitieren neben dem guten Trainerstab aber auch von den Möglichkeiten, dass in der Villacher Alpenarena fast ganzjährig trainiert werden kann. Aber es gibt in Achomitz ebenfalls eine Superanlage und sparen ist bei den Verantwortlichen wie Essen oder Trinken. Anders wäre es im Springerdorf kaum möglich, ohne hauptamtlichen Trainer ein Nordisches Leistungszentrum zu betreuen. Es wird aber immer schwieriger und deshalb wünscht sich der SV-Achomitz von öffentlicher Hand eine kleine Mattenschanze sowie eine zusätzliche Person zur Betreuung des Springerzentrums.

Wird dieser Wunsch jemals Realität? Die Erfolgsbilanz würde schön längst dafür sprechen.

Artikel übernommen von: www.gailtal-channel.at