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Raphael Mallweger bei Junioren-WM in Russland

 

Vom 20.02 bis 27.02.2006 finden im russischen Ivanovo (300 km nord-östlich von Moskau) das Weltcup-Finale und die Europameisterschaft im Schi-Orientierungslauf statt.
Ebenfalls werden am selben Ort die Juniorenweltmeisterschaften und Jugendeuropameisterschaften durchgeführt. Österreich ist mit 4 Athleten vertreten.
In der Eliteklasse starten Stephan Varga (LZ OMAHA) und der Running Coach Max Habenicht (SU Klagenfurt). In den Nachwuchsbewerben wird Österreich bei den Junioren durch den SSLK-Athleten Raphael Mallweger und in der Jugendklasse durch Sara Habenicht (beide SU Klagenfurt) vertreten.
Der erste Wettkampf wird am 22.02.2006 über die Sprintdistanz ausgetragen.
Am darauf folgenden Tag findet die Langstrecke statt. Nach einem Ruhetag geht es am Samstag mit der Mitteldistanz weiter, ehe am Sonntag die abschließende Staffel durchgeführt wird. Die einzelnen Ziele sind unterschiedlich gesetzt. Aufgrund der fehlenden internationalen Einsätze wird es nicht einfach werden sich auf dem dichten Spurennetz zurechtzufinden. Geht es bei den Jungen primär darum internationale Luft zu schnuppern sind die Erwartungen bei Stephan höher anzusetzen. Ziel für Stephan muss es sein, eine Top 30 Platzierung zu erreichen. Besonders über die längeren Strecken stehen die Chancen gut. Raphael und Sara streben Platzierungen in der ersten Hälfte des Feldes an.
(Bericht von Bernd Varga)

Am 22.02. fanden die Wettkämpfe über die Sprintdistanz statt. Dabei erreichten die Österreicher durchwegs anspruchvolle Platzierungen. Das Rennen wurde bei leichtem Schneefall und - 5°C gestartet. Das Wettkampfgelände ist auf der flachen Seite anzusiedeln. Besonderes Merkmal sind kleine Birkenwälder, in denen ein sehr dicht verspurtes Loipennetz auf die Läufer wartet. Da war es wichtig das Tempo so weit herauszunehmen, dass der Kontakt zur Karte nicht verloren geht.
Die Verbindungsstücke der Wälder führen über Wiesen und Felder auf denen es fast keine Routenwahlen gab. Dort war in erster Linie die läuferische Komponente gefragt. In der Eliteklasse erreichte der Burgenländer Varga Stephan den 42. Platz. Er hatte einen kontrollierten Lauf. Bis auf zwei kleinere Schnitzer kam er fehlerfrei ins Ziel.
"Es war ein guter Lauf. Aber mit einem fehlerlosen Lauf wären noch einige Sekunden und Platzierungen drinnen gewesen. Läuferisch fühl ich mich momentan sehr stark. Über die Langstrecke mit Massenstart bin ich sicher stärker einzuschätzen." Talentproben lieferten der SSLK-Athlet Raphael Mallweger und Sara Habenicht . Raphael errang bei der Junioren WM den 30. Platz. Bis auf einem 15 Sekundenfehler knapp vor Ende des Rennens lief ein perfektes Rennen. " Ich bin dem Lauf sehr zufrieden. Nachdem ich auf dem vor mir gestartetem Schweizer Läufer aufgeschlossen hatte, wusste ich dass ich gut drauf bin."

In der weiblichen Jugendklasse wurde Sara zufriedene 11. Bei ihr erkennt man den orientierungstechnischen Fortschritt. Zur Zeit besucht sie das Gymnasium für Schiorientierungslauf in Mora (Schweden). " Mit meiner Entwicklung auf dem orientierungstechnischen Bereich bin ich zufrieden, jedoch kann ich noch nicht mein volles läuferisches Potential ausschöpfen. Läuferisch bin ich in der Lage mit den schnellsten mitzuhalten". Nun müssen sich die Athleten möglichst schnell für die morgige Langdistanz mit Massenstart regenerieren. Dabei wird ihnen vor allen physisch alles abverlangt werden.
(Bericht von Max Habenicht)

Staffel:

Am abschließenden Bewerb der SkiOL-Wettkämpfe in Ivanovo stand die Staffel auf dem Programm. Da unser Team nicht in der stärksten Besetzung am Start war, waren auch die Erwartungen sehr bescheiden. In der Elitestaffel war nur der Startläufer Stephan Varga von der letzt jährigen Besetzung dabei, die Rang 8 erreichte. Ebenso wie damals war Varga Startläufer. Er hielt das Tempo der Spitzengruppe einigermaßen. Mit einem sensationellen Lauf kam er an 7. Stelle liegend, mit 3 Minuten Rücksand auf die führenden Schweden, zum Wechsel. Als Zweiter machte sich Raphael Mallweger auf die Strecke. Für den Juniorenläufer war dies der erste Einsatz im Weltcup. Dieser Druck war anscheinend zu groß. Er verlor nach einem Fehler zur Hälfte seines Laufes sehr viel Zeit und übergab an 13. Position auf Schlussläufer Max Habenicht. Dieser lief für seine Verhältnisse ein souveränes Rennen. Jedoch konnte auch er den 13. Rang in der Nationenwertung nicht verbessern.

 

Raphael Mallweger beim Staffelzieleinlauf

Der Betreuer Max Habenicht analysiert nach der Weltcuprunde folgender
Maßen: "Nach diesen schönen Wettkämpfen in Ivanovo kann man folgende Schlüsse
ziehen: Bei Stephan sah man von Wettkampf zu Wettkampf eine deutliche Leistungssteigerung. Leider sind bei uns nicht so gute Trainingsmöglichkeiten vorhanden. Sonst wäre sicher noch die eine oder andere Rangverbesserung und vielleicht auch ein Weltcuppunkt drinnen gewesen. Mit seinem abschließenden Staffelrennen bin ich sehr zufrieden. Leider beenden die Österreicher den Weltcup heuer ohne Punkte, jedoch konnte sich Stephan heuer von 72. auf den 59. Platz in der Weltrangliste verbessern.


Raphael Mallweger beim Staffelzieleinlauf

 

Raphael Mallweger beim Sprint

Raphael's Leistung im Sprint war für mich sensationell. Jedoch fehlt ihm die Konstanz und er konnte seinen 30. Sprintplatz nicht mehr wiederholen. Es war für ihn eine wichtige Erfahrung auf solchen Loipennetzen unterwegs zu sein und er wird in Zukunft sicherlich davon profitieren. Nach dem tollen 9.Platz von Sara über die Langdistanz, waren wir noch optimistisch auf der Mitteldistanz eine Leistungssteigerung von ihr zu
erleben. Aber leider musste sie ihrer mangelnden Routine Tribut zollen. Leider konnte sie dieses Rennen nicht beenden. Um diese zwei Nachwuchsläufer wäre es sicher schön eine Juniorenmannschaft aufzubauen, damit wir auf Sicht komplette Mannschaften bei den Weltmeisterschaften stellen können."
(Bericht von Max Habenicht)