Nordische Kombination: WM-Gold und Silber
Unser SSLK-Absolvent aus dem Maturajahrgang 2007, Tomaz Druml
vom SV Achomitz, holte sich bei der Junioren-WM in Zakopane gleich
eine Gold und zwei Silbermedaillen. Im Einzelbewerb über
10 km musste er sich nur dem Italiener Pittin geschlagen geben,
im Teambewerb über 4x5 km verfehlten die jungen Kombinierer
(Dominik Dier, Johannes Weiss, Robert Hauser u. Tomaz Druml) die
Goldmedaille nur um 30,3 Sekunden.
Beim Sprintbewerb der Junioren-Weltmeisterschaft in Zakopane
(Polen) wurde Tomaz Druml zum Weltmeister der Nordischen Kombination.
Der 19-jährige Kärntner, nach dem Springen noch auf
Rang zwei gelegen, setzte sich im 5-km-Langlauf vor dem Schweizer
Tommy Schmid (11,9 Sek.) sowie dem Italiener Alessandro Pittin
durch (+16,7).
Eine gelungene Kombination
Tomaz Druml will Architektur studieren, doch auch seine Karriere
plant der Kombinierer genau.
Kleine Zeitung, 03.03.08 Bericht von Heinz Traschitzger
Mit zwei Silbernen und einer Goldmedaille ist Druml am Samstag
aus Zakopane von der Nordischen Junioren-Weltmeisterschaft nach
Feistritz an der Gail heimgekehrt. Gestern stand er dort im Mittelpunkt:
sein Verein, der SV Achomitz, hatte einen Empfang für den
sportlich erfolgreichen Gemeindesohn organisiert.
Geht es nach dem bald 20-Jährigen, waren die Medaillen von
Zakopane erst der Anfang in seiner Karriere als Kombinierer: „Nächstes
Jahr möchte ich im Weltcup durchstarten“, verriet er.
Heuer durfte er bei den Besten bereits „Schnuppern“,
belegte die Ränge 23 (Seefeld) und 31 (Ramsau).
Wer in der Gemeine St. Stefan/Gail aufwächst, wird eigentlich
Schispringer, schließlich gehört das Springerdorf Achomitz
zum Gemeindegebiet. Ein Charly Schnabl, der Olympiasieger von
Innsbruck, ist von dort her, ein Hans Wallner oder ein Hans Millonig.
Auch Druml ging mit fünf Jahren bereits über eine Achomitzer
Schanze, doch weil er durch Eltern zum Langlaufen kam, gefiel
ihm diese Disziplin genau so gut. Die logische Konsequenz: Druml
begann sich in die Nordische Kombination hineinzuknien. Je älter
er wurde, desto mehr kristallisierte es sich heraus: „Der
Ausdauersport ist etwas, was mir besonders liegt“, erzählte
Druml, der im Vorjahr am Sport-Borg in Spittal maturierte. Langlaufen
sei seine Stärke, aber auch im Springen werde er immer besser,
analysierte er.
Die Reifeprüfung für die Kombination gelang dem Gailtaler
in Polen, wo er sich im Sprint gegen alle Gleichaltrigen durchsetzte,
Junioren-Weltmeister wurde und nebenbei noch Silberne im Einzel
und in der Mannschaft holte. Dabei soll es nicht bleiben. Druml
hat mehr vor, will international Furore machen – wie sein
Vorbild Felix Gottwald. Am österreichischen Olympiasieger
imponiert dem Kärntner vor allem dessen Einstellung. Zurzeit
beim Bundesheer, überlegt Druml im Herbst nach Innsbruck
zu übersiedeln. Dort möchte er Architektur studieren.
„Die Frage ist nur, ob sich das Studium und der Spitzensport
vereinbaren lassen“, hat er noch Bedenken, ob sich dieser
Plan realisieren lässt.

Foto: Raunig
|