Den Respekt legt Mayer langsam ab

Mit Platz acht im Super-G von Lake Louise ließ Matthias Mayer aufhorchen – jetzt will sich der Afritzer im Weltcup etablieren.
Ein alter Hase im Geschäft ist Matthias Mayer nicht. Aber von echter Routine im Weltcup kann auch noch keine Rede sein. Das soll sich aber rasch ändern, wenn es nach dem 21-Jährigen geht. „Das Ziel ist klar: Ich will im Weltcup eine fixe Nummer werden.“ Einen kleinen Schritt dorthin hat er mit Rang acht im Super-G von Lake Louise getan. „Blöd war nur, dass ich in Beaver Creek ausgefallen bin, meinen Platz unter den ersten 30 damit gleich wieder verloren habe – den will ich mir in Gröden zurückholen.“
Mayer sitzt im Hotel Wolkenstein, wo die Österreicher seit Jahren logieren, fast schon wie ein Routinier. „Ja“, sagt er, „es hat sich schon ein wenig geändert in diesem Jahr“. Die Vorbereitung etwa. „Ich war fünf Wochen in Südamerika, da ist schon was weitergegangen technisch.“ Und die Technik liegt Mayer am Herzen: „Mein Hauptaugenmerk liegt schon auf Riesentorlauf und Super-G. Die Abfahrt nehme ich aber gerne mit, ein typischer Abfahrer bin ich aber nicht.“
Bekannte Gesichter
Was sich noch geändert hat? „Das Interesse der Medien. Und dass man vor den Stars nicht mehr so viel Ehrfurcht hat. Weil es letztlich ja mit ein Grund ist, warum man das macht: Man will selbst so werden wie sie“, sagt Mayer, der als HSZ-Soldat in Faak stationiert ist. Eines ist ihm auch aufgefallen: „Langsam kennen sie mich. Zuerst Platz acht in Lake Louise, dann Zweiter im Training von Beaver Creek. Da werden sich schon ein paar gedacht haben: Hoppla, da kommt einer nach!“
Michael Schuen, St. Christina
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