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SSLK: Schulsport geht neue Wege

Das Schulsport-Leistungsmodell Kärnten setzt seit heuer bereits in der Unterstufe an und zugleich auf noch mehr Qualität.

KLAGENFURT. Seit 14 Jahren besteht das Schul-Sport-Leistungsmodell Kärnten (SSLK), in dieser Zeit sind einige Spitzenathleten wie Schisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern, Fußballer Emanuel Pogatetz, Segler Niko Resch oder die Eishockeycracks Daniel Welser und Thomas Koch dieser Kaderschmiede entsprungen.

Seit dem Schuljahr 2011/12 geht das SSLK österreichweit neue Wege, setzt im Rahmen des „Verbundmodell Neue Mittelschule“ erstmals in der Unterstufe an. „Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 startete die erste Schwerpunktklasse zur Entwicklung zum Leistungssport. Voraussetzung für die Aufnahme in die NMS war eine sportliche Aufnahmeprüfung“, so Klaus Sadovnik, Schulkoordinator des SSLK. Am Ende wurden die 25 begabtesten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2001/02 ausgewählt, die neben einer umfassenden Ausbildung auch sportwissenschaftliche Begleitung erfahren. Dazu sportmedizinische Betreuung und sportpsychologische Beratung.

Nach der 4. NMS-Klasse werden die Karten neu gemischt: „Um Aufnahme in das SSLK zu finden, müssen die Kandidatinnen und Kandidaten erneut eine Aufnahmeprüfung bestehen, so Sadovnik. Dass die Qualitätskriterien bis dahin gestiegen sind, ist sehr wahrscheinlich: „Die NMS wurde nicht zuletzt deshalb ins Leben gerufen, weil wir erkennen mussten, dass bei den Interessenten fürs SSLK der „Status quo“ gelegentlich zu wünschen übrig lässt. Indem wir nun potenzielle Kärntner Spitzensportler von morgen einige Jahre früher erfassen, erhoffen wir uns auch einen späteren Qualitätsschub fürs SSLK und den Spitzensport im Land“, erklärt der Obmann des SSLK Franz Wilfan.

Georg Bajde, Kleine Zeitung am 17.11.2011