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Otmar Striedinger über Rennen in Übersee, Mut und Ziele.

Vor einem Jahr stand Otmar Striedinger in Lake Louise zum ersten Mal im Weltcup am Start. Mit dem 38. Platz im Super G reichte es nicht ganz für Weltcuppunkte. Heuer durfte der gebürtige Eisentrattner bei den Amerikarennen in Lake Louise (Super G) und in Beaver Creek (Super G und Abfahrt) ran.
Doch er kam über den 50. Platz nicht hinaus. „Meine Erwartungen, nämlich Weltcuppunkte, habe ich nicht ganz erfüllen können. Aber es ist nicht leicht, wenn man die Strecken nicht kennt. Außerdem waren Ski und Schuhe auf den aggressiven Schnee falsch abgestimmt. Trotzdem habe ich viel dazugelernt“, resümiert der 20-Jährige.

Ein Hoffnungsträger
Im Frühjahr ist der Hoffnungsträger in den A-Kader des ÖSV aufgestiegen. Er hat mit den Großen mittrainiert und war unter anderem auf Trainingslager in Chile. „Vor allem in Sachen Technik habe ich mich in diesem Jahr weiterentwickelt.“ Der Speed-Spezialist trainiert dafür fleißig Riesentorlauf. „Irgendwann möchte ich auch in dieser Disziplin im Weltcup starten“, nimmt sich Striedinger vor. Hauptziel ist es jedoch, bei den Trainings Routine zu sammeln und einen Fixstartplatz im Weltcup zu ergattern. Den nötigen Mut für die steilen Abfahrten bringt der Liesertaler jedenfalls mit. „Beim Training kostet es mich manchmal schon einiges an Überwindung, aber sobald ich beim Rennen die Startnummer am Körper trage, geht es viel leichter.“ Da ist er vor allem auf die Klassiker wie Bormio oder Kitzbühel gespannt.

Sein Talent entdeckte Hannes Schmölzer, der ihn zehn Jahre lang beim SC Innerkrems-Eisentratten trainiert hat. Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Gelassenheit zählt Otmar Striedinger zu seinen Stärken. „Ich bin aber ziemlich ungeduldig und verliere nicht gerne“, gibt der Oberkärntner zu.

Mit den Großen messen
Am Wochenende stehen im italienischen Gröden mit Super G und Abfahrt die nächsten Weltcup-Rennen am Programm. Vielleicht misst sich der 20-Jährige dort erstmals auf europäischem Boden mit den Besten der Welt. „Mittrainieren werde ich und je nach Leistung werden wir entscheiden, ob ich an den Start gehe oder nicht“, so Striedinger.

Autor: Christian Egger, Kärntner Woche